» Zeitenreise

- Eine sagenhaftes Theaterstück mit den Lutki und ihren Freunden sowie jungen Menschen unserer Region -

"Zeitreise" ist eine zusammenhängende dreiteilige Theateraufführung, die sich der Problematik "Junge Menschen in der Lausitz und ihrer Suche nach Identität" widmet. Basierend auf "Der Lüttchensteg" von Günter Kalliske und für die Region umgeschrieben von Kerstin Neuhauser, schlägt das Stück einen Bogen von der Sagenwelt der Region über den geschichtlichen Abriss der Entwicklung in der Lausitz bis hin zu der jungen Generation in unsere Region, die vor der Entscheidung steht sich für ihre Region und Heimat, oder gegen sie zu entscheiden. Der erste Teil erläutert in einer szenischen Fassung die sorbische Sagenwelt. Während eines Treffens aller Sagengestalten an einem bestimmten Ort wird die Vergangenheit sinnbildlich dargestellt. Im Zusammenwirken aller Sagenfiguren ist erkennbar, dass es möglich ist, gemeinsam vieles zu gestalten, aber neue Zeiten, auch neue Sichtweisen, Beurteilungen und Erfahrungen mit sich bringen, die mitunter schmerzhaft durch Neues ersetzt werden müssen. Dieser Teil zeigt die Wurzeln, die kulturelle Identität.


Günter Kalliske, Autor von "Der Lüttchensteg" und Kerstin Neuhauser Leiterin des AWO Schullandheims Schwarzkollm, Autorin von "Zeitenreise"

Der zweite Teil ist ein audiovisuelles Erlebnis, das dem Zuschauer grob skizziert den historischen und gleichzeitig zeitlichen Ablauf der Region darlegt.
Die DVD zeigt den geschichtlichen Werdegang der Lausitz von der Besiedlung der Region im 5. Jahrhundert durch slawische Stämme bis zur gegenwärtigen Umgestaltung mit zukunftsweisenden Projekten.
Schüler führen als Moderatoren durch die Zeitreise.

Im dritten Teil treffen das Heute (ein Mädchen und ein Junge, kurz vor der Berufswahl) und das Gestern (die Sagenfiguren) aufeinander.
Der daraus entstehende Dialog soll und kann eine Antwort auf die Fragen der Zeit geben und Lösungswege oder -möglichkeiten darstellen.

Hier bleiben oder weggehen?
Oder weggehen um wiederzukommen?
Brauche ich als junger Mensch in der heutigen Zeit eine kulturelle Identität?
Macht es Sinn, sich zurück auf die Wurzeln zu besinnen?
Sind die Erfahrungen von gestern nötig, damit die Gegenwart und die Zukunft auch das Morgen für uns sind?
Was kann ich selbst tun? Meckern, resignieren oder handeln?
Habe ich auch Verantwortung meiner Umwelt gegenüber?

Die sind die Fragen, die aufgeworfen und beantwortet werden.
Gemeinsam mit den Schülern, welche die Akteure sind, kann das Drehbuch gestaltet und mit eigenen Ideen angereichert werden.

Und man erzählt sich, dass ein einziges Mal im Jahr die Lutki alle Freunde und Sagengestalten zu einem großen Fest einladen. Und in jener Vollmondnacht stehen ein junges Mädchen und ein junger Mann an einer Tagebaukante, es kann aber auch der zurückgebaute Wohnkomplex sein, oder das leerstehende Haus des Bruders, der sein Glück in den alten Bundesländern suchte, aber seine Heimat dort nicht fand.