Das Christliche Gymnasium Johanneum hat am Donnerstag Abend im Rahmen des Johannesforums den renommierten Altphilologen Prof. Dr. Mueller – Goldingen als Gast empfangen. Mueller – Goldingen hat seit 1994 den Lehrstuhl für Gräzistik an der TU – Dresden inne. In seinem Vortrag referierte er über rationale und irrationale Beweggründe für die antike Forschung nach Neuem und bis dahin Unbekanntem. Er führte Beispiele von Thales, Aristoteles, Demokrit u.a. an. Wenn rational nicht erklärbar, dann diene der Mythos als Darstellungs- und Erklärungsform für die Blütezeit der Erfindungen. Von göttlicher Begeisterung dafür spricht Platon in seinem 7. Brief, in dem er den Funken der Erkenntnis und das Licht der Wahrheit nennt, welche durch rationales Denken nicht erklärt werden können.
In seinen Darlegungen reiste Mueller – Goldingen durch die archaische Zeit von den Anfängen der Griechen als Seefahrervolk bis in die Zeit der Renaissance und des Humanismus. Ein Grund mehr für uns, vernünftige Errungenschaften der Neuzeit zu unterstützen und zu verteidigen.
Auch wenn der Glaube an die Macht der Vernunft stark ist – und dies in allen Epochen – so ist dennoch der Anfang aller Erfindungen und Erneuerungen eher romantischer Natur, so Mueller – Goldingen.
Günter Kiefer
